Da das neuenburger Stadion „Maladière“ denmächst abgerissen und neu gebaut wird und Neuchâtel Xamax während der Bauphase in La-Chaux-de-Fonds spielt, haben wir uns entschieden, das altehrwürdige Stadion noch zu besuchen. Also fuhren Flo und ich am späteren Sonntagmorgen los, in Richtung Westen. Nach einer problemlosen fahrt von ungefähr 2 Stunden waren wir in Neuenburg. Die Stadt an Neuenburger See ist wirklich sehr schön gelegen – leider spielte das Wetter aber nicht ganz mit, und es fielen vereinzelte Tropfen vom Himmel. Beim Stadion wollten wir erst mal was essen. Aber das war gar nicht so einfach – es gab ums ganze Stadion herum nur einen Hot-Dog-

Stand! Naja, dann assen wir halt einen solchen, was aber nicht grad satt machte. Die Kassenhäuschen waren ins alte Mauerwerk eingebaut – auch sonst sah man dem Stadion sein alter an. Auf den beiden Torseiten gibt es nur eine kleine Stehplatzplattform – unüberdacht. Die Hautpttribüne besteht aus Sitzplätzen, die Südtribüne aus zwei Rängen. Oben Sitz- und unten Stehplätze. Zwischen den Rängen gab’s dann doch noch eine Verpflegungsstätte. Dort waren auch für jedes Europacupspiel von Xamax eine Tafel mit dem Resultat aufgehängt. Von Real Madid über Roter Stern Belgrad und dem HSV zum FC Bayern war fast alles dabei, was in Europa Rang und Namen hat. Bayern verlor übrigens das Spiel in der Maladière.

Nach einem Bierchen gingen wir dann wieder auf die Tribüne zurück. Mittlerweile waren wir auch nicht mehr ganz allein dort… Die Zuschauer fanden sich auffallend knapp vor Spielbeginn im Stadion ein. Nicht wie in Deutschland oder in der Deutschschweiz wo schon über eine Stunde vor Spielbeginn ramba-zamba im Stadion herrscht. Beim Einlaufen der Spieler zündeten die Aarau-Fans Rauch und rote Fackeln und schwenkten dabei ihre schwarz-weiss-roten Fahnen. Naja, sie können ja auch nichts für ihre Clubfarben. Der Rauch verzog sich relativ lange nicht, weil das Stadiondach vorne relativ weit runterreicht, wodurch so was wie ein Wirbel entsteht und der Rauch immer wieder runter kommt. Bei den Xamax-Fans viel auf, dass insbesondere einer eine wahnsinnig laute Stimme hat. Er sang so laut vor, wie es andere mit Megaphon nicht fertig bringen… Das Spiel war anfangs nicht schlecht. Xamax hatte einige Chancen, Aarau spielte aber grottenschlecht. Die Westschweizer gingen dann auch verdient in Führung.. Mit der Zeit liessen auch die Chancen von Xamax zu wünschen übrig und das Spiel wurde eher langweilig. Zur Pause assen wir noch eine Bratwurst und warteten bis das Spiel wieder weiterging. Die zweite Halbzeit begann, wie die erste aufgehört hat – eher langweilig. Erst gegen Schluss wurde es wieder etwas spannender. Xamax schoss hochverdient das 2:0 und einige Xamax-Fans rannten zum Gitter, dass den Gästesektor von den Heimfans trennte und machten provozierende Gesten. Wobei aus dem Aarau-Block einige Bierbecher geflogen kamen und einige versuchten, über den Zaun zu klettern. Das gaben sie dann aber bald wieder auf. Die Argauer konnten dann aber kurz darauf aus dem Nichts das 2:1 schiessen. Wenige Minuten vor Schluss schoss erhöhte Xamax auf 3:1 und in der Nachspielzeit zum durchaus verdienten 4:1 Endstand.

Nach dem Spiel warteten schon einige Aarauer vor dem Ausgang der Heimfans. Aber war wohl mehr Lärm um nichts, Hauptsache jeder konnte noch seine Handschuhe anziehen. Wir gingen jedenfalls zum Auto und fuhren na Haus. Insgesamt fand ich es einen sehr lohnenswerten Ausflug. Immerhin hat dieses Stadion eine glorreiche Europacup-Geschichte vorzuweisen.

Neujahrsfahrt nach Savognin 2019

11. April.2020
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